Drei Fragen an Nina.

Nina ist 22 und leitet Seminare in der politischen Bildung für Kinder und Jugendliche.
 

Was ist deine Hauptmotivation, bei dieser Reise dabeizusein?

Mich interessiert vor allem, wie Schule als Organisation funktioniert - durch welche Prozesse und Strukturen wird Entwicklung vorangetrieben? Wie schaffen es gute Schulen, Kinder und Jugendliche zum Lernen zu motivieren? Das ist vor allem für meine Arbeit mit Schülervertretungen wichtig.
Außerdem ist es immer wieder spannend, wie Schulleitungen mit verschiedenen Bedingungen vor Ort umgehen, dazu Konzepte entwickeln und sie erfolgreich umsetzen.

Was hat dich bei den Gesprächen mit den Schulleitungen inspiriert?

Als Leitung bist du auch nicht unfehlbar, dieses Eingeständnis ist in unserer Gruppe gut angekommen und hat mir gezeigt, dass es wichtig ist, offen zu sein für Kritik von außen. Die Leiter_innen, mit denen wir gesprochen haben, vermitteln alle ein sicheres Gefühl, dass neue Ideen gerne aufgegriffen und als Chance gesehen werden.

Mich hat es beeindruckt, dass die meisten Leiter_innen die Haltung, die sie sich von anderen wünschen, konsequent auf allen Ebenen vorleben. Ich muss als Leitung meinen Kollegen so begegnen wie ich das von ihnen und den Schülern erwarte.

Spielst du jetzt nicht doch mit dem Gedanken, Lehrerin zu werden?

Während der Reise denke ich da häufiger drüber nach. Der Reiz ist ganz klar, eine Schule inhaltlich und strukturell mitgestalten zu können. Als Lehrerin muss ich ja aber auch jeden Tag Unterricht vorbereiten und bewege mich in einem relativ starren Rahmen. Ich genieße die Projektphasen, die ich mit Jugendlichen gestalten kann, sehr.
Das Lehramtsstudium an sich ist ehrlich gesagt auch ein großes Hindernis.
Ich will mit jungen Menschen arbeiten, dafür möchte ich nicht in Kauf nehmen, jahrelang zu studieren.

Danke!