Werkstattschule, Rostock.

Fakten

Gründung: 1998 aus einer Eltern- und Lehrerinitiative heraus.

Schultyp/-form: Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, Grundschule und Kindergarten / Europaschule

SchülerInnenzahl: 540 Kinder und Jugendliche in der Grundschule und in den Sekundarstufen I & II (zusätzlich 130 Kinder im Kindergarten)

Anzahl Lehrkräfte (ggf. + weiteres Personal): ca. 60 in Schule, Hort und Kindergarten

Merkmale des täglichen Lernens

Offene und gelenkte Formen des Unterrichts stehen in einem ausgewogenen und sinnstiftenden Verhältnis (zeitliche gebundene Freiarbeitskonzepte in 1-4, 5/6 und 7/8 mit 6-10 Wochenstunden, Freie Werkstätten in allen Altersstufen, themengebundene Werkstätten in allen Altersstufen, gebundener Fachunterricht in allen Jahrgängen)

Besonderheiten

altersgemischte Stammgruppen 5/6 , 7/8 und 9/10

2-4 wöchige Werkstätten zu fächerübergreifenden Großthemen die halbjährig stattfinden von der Grundschule bis zur 11.Klasse. (Während der Werkstattzeit wird in den U-Fächern fachspezifisch aber zum selben Thema gearbeitet/ Jede Werkstattzeit endet mit einer Projektwoche, in der sich die SuS spezifisch mit einem fachungebundenen Unterthema beschäftigen. Die Projektwoche endet mit einer großen Abschlusspräsentation.)

In der 12. Klasse schreiben die SuS in der „freien Werkstatt“ ihr Facharbeiten zu einem selbstgewählten Thema und werden dabei von externen Spezialisten unterstützt.

Entstehung der Schule/des Schulkonzeptes

Die staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft gründete sich 1998 aus einer Eltern- und LehrerInneninitiative heraus. Seit 2004 trägt sie den Namen „Werkstattschule in Rostock“. Den nachhaltigen wirtschaftlichen Rahmen der Initiative bildet heute eine gemeinnützige Aktiengesellschaft (EuSiB gAG- Europäische Stiftung für innovative Bildung). LehrerInnen, MitarbeiterInnen und ein Teil der Eltern wirken als Aktionäre mit.

Genauere Erklärung des Schulkonzeptes

Das Konzept der Werkstattschule führt verschiedene Reformansätze von Schule zu einem ganzheitlichen Ansatz zusammen. Integrative Unterrichtsformen, Altersmischungen, Modelle für Individualisierung und Binnendifferenzierung, die Orientierung am Gemeinwesen Schule oder die Öffnung zur Umgebung innerhalb eines Ganztagsbetriebs stehen hier nicht vereinzelt nebeneinander, sondern entfalten in ihrer Summe neue Möglichkeiten für eine zeitgemäße Bildung und Erziehung.

Die Werkstattschule versteht sich als ein lebendiges Haus des Lernens, das von kultureller Toleranz und friedlichem Miteinander geprägt ist. Übergeordnetes Ziel der schulischen Arbeit ist es, die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Lernen, solidarischem Handeln und sinnvollen Formen der Verständigung zu befähigen.

Quellen

http://www.werkstattschule-in-rostock.de/