Tag Eins. Rostock.

Die ersten Kilometer sind geschafft. Wir verlassen Berlin Richtung Norden, das sonntäglich verschlafene Brandenburg zieht an uns vorbei und wir gewöhnen uns an den Gedanken, in den nächsten zwei Wochen viel Zeit auf der Autobahn zu verbringen. Vorfreude liegt in der Luft und immer wieder ungläubige Feststellungen, dass es jetzt tatsächlich richtig losgeht.

Seit Oktober haben wir uns mit der inhaltlichen und logistischen Vorbereitung dieser Reise auseinandergesetzt, in einer beispiellosen Crowdfundingaktion kamen innerhalb kürzester Zeit - fünf Tage! - unfassbare 4050 Euro zusammen und plötzlich sitzt man zwischen Schlafsäcken und Gepäck im Auto auf dem Weg nach Rostock, um am Montag Morgen die erste Schule zu besuchen. Verrückt!

Wir sind unbeschreiblich dankbar für alle Unterstützungen, die wir im Laufe der letzten Wochen erfahren haben. Danke an alle, die ein paar Euros für uns locker gemacht haben, danke an alle, die unsere Idee verbreiten, danke an alle GastgeberInnen on the road!

Apropos. Hier in Rostock lässt es sich gut leben. Wir kommen in der WG von Matz und Co. unter, haben zwei Zimmer ganz für uns und nehmen im Moment auch die große Küche in Beschlag. Nach einer Akklimatisierungsphase und famosem Abendessen lassen wir uns nicht lange lumpen und klären die wichtigsten Fragen zum nächsten Tag, den generellen Abläufen während der Reise und meistern die logistische Herausforderung des Abends: Wenn 11 Menschen um 07:30 an einer Schule sein wollen und vorher alle ins Bad wollen - wann aufstehen? Antwort: früh.

Hanna stellt ihr wunderbar herausgearbeitetes Beobachtungswerkzeug für die Hospitationen vor, Eva macht uns nebenbei eine Übernachtung in Bielefeld klar, und Janne versorgt uns mit Informationen zur ersten Schule der Reise - die Werkstattschule in Rostock.

Wir fühlen uns wohl, sind guter Dinge und lassen nähere Infos folgen!